Hochtour im Wallis Brunegghorn 3831m und Bishorn 4151m
Tourenleiter
Stefan Signer, Herisau
Datum
17.-20. Juli 2024
Einteilung
Bergtour WS/S
Teilnehmende
5
Wetter
Schön und warm
Fotos
Stefan Signer und Paul Huber

Schon fast ungewöhnlich in diesem Sommer wurde ein Schönwetterfenster für 4 Tage Vorhergesagt. Genau dieses Fenster nutzten wir auf der diesjährigen Hochtour.

1. Tag

Nach der Anreise ins Wallis nach Gruben im Turtmanntal beginnen wir den Aufstieg zur Turtmannhütte. In gemächlicher Steigung folgen wir dem Fluss Turtmänna und erreichen In knapp 2h den Turtmannsee. Schon bereits während diesem Aufstieg bestaunen wir die hoch über uns liegenden Gletscher und das Bishorn. Nach einer kurzen Pause setzen wir den Aufstieg fort und erreichen die Tutmannhütte, von wo aus uns das Bishorn noch mächtiger erscheint.

T2, 3h, +730m

2. Tag

Ca. um 6Uhr marschieren wir los von der Turtmannhütte. Durch das Gässi geht es steil Bergauf biz Chanzilti. Nach einer kurzen Pause seilen wir uns an und betreten den Brunegg-Gletscher. Unterhalb den Felsen des Schöllihorn und des Brunneggjochs steigen wir auf zur Mulde bei ca. 3350m. Obwohl nicht steil, ist das Gehen auf dem Gletscher sehr mühsam. Infolge Ablagerungen von Saharastaub hat sich die Oberfläche des Gletschers in eine Eier-Karton ähnliche Struktur verwandelt. Nun wird der Aufstieg steiler und durch die Nordwest Flanke erreichen wir Pkt. 3699. Der restliche Aufstieg folgt über den felsigen Grat zum Gipfel. Nach knapp 5h erreichen wir den Gipfel. Die Aussicht auf die umliegenden 4000-er und das benachbarte Weisshorn sind einfach grandios!
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast steigen wir entlang der Aufstiegsroute ab zur Turtmann-Hütte, wo wir den restlichen Nachmittag zur Erholung nützen.

WS, I, 9h, +1400m/-1400m

3. Tag

Der heutige Tag stand im Zeichen eines Hüttenwechsel. Um 6Uhr 30 steigen wir erneut das Gässi hoch. Zweigen aber rechts ab und folgen den Blau Weiss markierten Weg. Wir erreichen die Ausläufer des Brunegggletscher und überqueren Ihn zum Namenlosen See (2720m). Der Einstieg zum Klettersteig auf die Adlerflüe ist mit einen grossen Blau-weissen Punkt Markiert und von weit her sichtbar. Dieser Klettersteig wurde infolge des Gletscherschwunds neu erstellt und ist ohne grössere Probleme zu meistern. Während der Rast auf der Adlerflüe blicken wir zurück zur Turtmannhütte und auf den vor uns liegen Gletscherbruch am unteren Ende des Turtmanngletschers, wo unserer weitere Weg verläuft. Auch hier wurde ein neuer Weg erstellt, um den Bruch zu umgehen. Da aber noch genügend Schnee auf dem Gletscher liegt, können wir direkt durch den Bruch aufstiegen. Nach ca. 5h erreichen wir die Tracuithütte, welche wie ein Adlerhorst auf den Felsen klebt.

WS, I-II, +950m/-220m, 5h

4. Tag

Das Bishorn 4151m hoch ist ein relativ einfacher 4000-er. Trotzdem muss man ihm mit dem nötigem Respekt begegnen! Um 6Uhr starten wir und überqueren den Turtmanngletscher in östl. Richtung in die Nähe Von Pkt. 3543. Nun wird der Aufstieg steil und es folgen rund 600m Aufstieg zum Gipfel. Das steigen wird wegen der dünner werdenden Luft zusehends anstrengender.
Nach 3h stehen wir auf dem Gipfel. Leider hat sich dieser zwischenzeitlich leicht in Nebel Eingehüllt und es weht ein eisiger Wind. Glücklich und Stolz auf das erreichte Gratulieren wir einander. Die Gipfelrast halten wir eher kurz und beginnen bald mit dem Abstieg. Gegen 11 Uhr erreichen wir bereits wieder die Tracuithütte. Nach einer Stärkung in der Hütte folgte nun noch das Dessert. 1600m Abstieg nach Zinal warteten auf uns! Aber nach rund 3h Abstieg waren auch diese Gemeistert.

Eine rundum Sehr schöne und Abwechslungsreiche 4 Tägige Tour mit Wetterglück Endet Somit in Zinal bei einer EWF Runde.

L, +895/-2475, 8h (Hüttenabstieg T4)

Der Tourenleiter:
Stefan Signer, Herisau

Turtmannsee und Bishorn
Gipfel Brunegghorn
Morgenstimmung
Stefan auf dem Bishorn
Prost